Trauerredner - Persönliche Worte

Simon Brosig

Simon Brosig
Simon Brosig

Für einen konfessionslosen Abschied stehe ich Ihnen auf Wunsch nicht nur als Bestatter, sondern auch als Trauerredner zur Seite. Als ich den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, konnte ich mich auch in diesem Bereich fortbilden. Ich habe mehrere Seminare für Trauerredner und Rhetorikkurse über unseren Bundesfachverband im Ausbildungszentrum in Münnerstadt absolviert.

Meine Reden sind sehr persönlich und individuell gehalten. Ob es das ist, was Sie mir von Ihrem lieben Menschen erzählen, die Musik, die Ihr Verstorbener gerne gehört hat, familiäre Rituale, selbstvorgetragene Briefe oder Gedichte. Lassen Sie uns gemeinsam einen würdevollen und persönlichen Abschied gestalten, bei dem der Verstorbene, sein Leben und seine Lieben im Mittelpunkt stehen. Meine Reden bauen dabei ganz auf Ihren persönlichen Erinnerungen und Anekdoten auf. Besonders glücklich macht es mich, wenn meine Reden Sie trotz des traurigen Anlasses das ein oder andere Mal zum Schmunzeln, ja vielleicht sogar zum Lachen bringen können.

Ihrer Individualität sind dabei kaum Grenzen gesetzt, scheuen Sie sich bitte nicht, Ihre Wünsche und Gedanken frei zu äußern.

Hermann J. Bayer

Hermann J. Bayer
Hermann J. Bayer

Rituale können helfen, Übergänge vom Leben in den Tod (für den Verstorbenen) und vom Tod in das Leben (für den Hinterbliebenen) menschlich zu gestalten. Sie geben dem Unaussprechlichen Raum und suchen in Zeichen (z. B. Blumen, Musik, Kerzen) nach einem Ausdruck, für die es keine Worte gibt. Darin geht es um den Wunsch der Menschen, dass in der Tradition der Trauerfeier die Individualität, die Biografie und Lebenseinstellung des Verstorbenen mit hervorkommen kann.

Früher, während meines kirchlichen Dienstes, hörte ich mich und Kollegen oft sagen:

„... es ist wieder eine Beerdigung dazwischengekommen.“ Das ist die Wirklichkeit, mit der wir lernen zu leben, solange wir leben. Der Tod kommt dazwischen. Und was an Einbruch geschieht, ist einmalig und voller Schmerz für diejenigen, die am Tor des Todes zurückbleiben müssen, wie für den Menschen, der seine ganze Welt zurücklassen muss. Dieses Ereignis irgendwie durch entsprechende Rituale „schön machen“ zu wollen, hilft nicht. Was hilft, ist, dass wir einander „Brückenbauer“ werden in Liebe und Achtsamkeit.

Plötzlich ist alles ganz anders:

Der Abschied von zu Hause, im Krankenhaus oder Pflegeheim, an einer kalten Ecke nach einem Verkehrsunfall oder in der Notaufnahme. Der Verstorbene wird gewaschen und angezogen und liegt plötzlich in einem Sarg, so wie er noch nie zuvor in seinem Leben geschaut wurde. Und die Trauerfeier selbst – hält der Boden, auf dem die Zurückbleibenden stehen?

Genau an diesen „Bruchstellen“ begleiten wir die Angehörigen und Freunde des Verstorbenen. Wir, das sind Nachbarn, Seelsorger, Bestatter, Mitarbeiter in Pflegediensten, der Arzt, die Floristin, die Verkäuferin im Bekleidungsgeschäft beim Kauf von Trauerkleidung ...

Schleusenwächter und -wächterinnen nennt Dr. Smeding diesen Dienst. Er/sie unterstützt, weiterzugehen von dem Ort, an dem sich das Tor des Todes geschlossen hat, und den Angehörigen zwingt, in wenigen Tagen die Bestattung vorzubereiten.

Wir bauen an einer Brücke an der Stelle von dem, was nicht mehr zusammengeht ...

Einzig in einer liebevollen und achtsamen Begegnung kann die Verbindung ihren Ausdruck finden. Sei es nun in der professionellen oder ehrenamtlichen Begleitung, sei es in der Erfüllung der Dienstleistung, die angefragt worden ist, oder als Nachbar, der zur Seite steht in solchen Tagen.

Mein Tun in der Ritualgestaltung sieht die Vorbereitung und Gestaltung der Trauerfeier als „Schleusenwächter“ in enger Zusammenarbeit mit denen, die an der Mitgestaltung der Feier beteiligt sind. Vor allem die Musik kann eine wichtige Rolle spielen. Denn jede Zeit findet ihre eigenen Symbole und ihre eigene Sprache.

Der darin wohnende Trost in der Untröstlichkeit kann zu einem Trittstein werden für diejenigen, die auf einen Trauerweg gehoben werden, den sich vorzustellen noch unmöglich ist. Ein Land, das erst begangen werden muss.

Hermann J. Bayer, Sozialpädagoge, Ritualgestaltung und Lebensbegleitung www.lebenscafe.de